Dyskalkulie

„Eltern und Hausaufgaben: Hilfe, mein Kind kann nicht rechnen!“

54 + 17 = 26!?, 50 – 1 = 40 !?, 10*10 = 20!?, 147 – 49 = 102

Das sind Fehler von rechenschwachen Kindern, Fehler wie sie tagtäglich Lehrern in der Klasse und Eltern beim häuslichen Üben auffallen. Fehler, die oft genug Ratlosigkeit und Verzweiflung hervorrufen. Was ist los mit diesem Kind? Warum versteht es nicht, was doch so kinderleicht ist? Warum weiß es heute nicht mehr, was wir erst gestern Beispiel um Beispiel eingeübt haben? Wird ihm denn im Rechnen nie der Knopf aufgehen?

Rechenschwache Kinder denken nicht nichts, sondern sie haben ihre eigene, eben subjektive Logik von den mathematischen Dingen, von Zahlen, Größen und ihren Zusammenhängen. Sie können die aufbauenden Gedanken der Schulmathematik nicht verstehen, weil das dafür notwendige mathematische Fundament allen Verstehens nicht vorhanden ist. Deshalb ist pausenloses Üben, die tausendste Kopfrechenaufgabe, nicht nur sinnlos, sondern eine mit jeder Menge Ärger und Verdruss verbundene erfolglose Qual für alle Beteiligten.

Rechenschwache Kinder sind nicht mit normalen Maßstäben zu messen. Ergebnisse, die falsch sind und absurd erscheinen, sind oft subjektiv mit außerordentlicher Mühe, mit Konzentration und hilfloser Willenskraft zustande gekommen. Es wurde gerätselt, gedacht, „gereimt“, verworfen und neu konstruiert – leider in der Regel umsonst. Anhaltender Misserfolg gebiert aber „Misserfolgsorientierung“. Rechenschwache Kinder halten sich schließlich für zu dumm für Mathe und geben innerlich auf.

Der Gang zum Experten kann hier helfen. Ein Test ermittelt zunächst ein individuelles qualitatives Fehlerprofil der jeweils verschiedenen mathematischen (Fehl-)Leistungen, deren Charakteristik und Gesetzmäßigkeiten. Nicht die Anzahl der Fehler ist hier von Interesse, sondern deren Eigenheiten und die ihnen zu Grunde liegenden Vorstellungen von Quantität, von Zahlen, von der Welt der Rechenarten. Basierend auf diesen Erkenntnissen kann ein therapeutischer Neuaufbau entlang der ermittelten Fehlvorstellungen in Angriff genommen werden. Ziel einer erfolgreichen Mathematiktherapie muss es sein, die fundamentalen Defizite zu beseitigen, so dass – später mit dem aktuellen Unterrichtsstoff verzahnt – Schule wieder ihren normalen Gang geht und die Kinder künftige Anforderung auch in weiterführenden Schulen unbeschwert bewältigen. Anfangs ist der Weg mühevoll – aber doch schnell lohnend, wenn 54 + 17 nicht mehr 26 ist.

Test – Beratung – Therapie

Mathematisches Institut zur Behandlung der Rechenschwäche
München-Augsburg-Rosenheim

Die Außenstelle in Kirchheim
Maria-Glasl-Straße 18
85551 Kirchheim
Telefon: 089 – 523 31 42 oder 0180 – 300 16 99

E-Mail: institut[at]rechenschwaeche.de

Web: http://www.rechenschwaeche.de

Für diese Informationen danken wir Alexander von Schwerin und dem Institut für Rechenschwächen und deren Unterstützung.

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